amaThera

Ein Staat auf dem Kontinent Selwe, der sich als direkter Nachfolger des antiken Thera sieht. Ähnlich wie dieses untergegangene Reich betrachtet amaThera sich als rechtmäßigen Herrscher über die gesamte Sphäre, allerdings besteht dieser Anspruch nur auf dem Papier und die ernannten Regenten anderer Kontinente haben höchstens einmal Staatsbesuche fremder Botschafter zu regeln.

 

Generell halten amaTheraner sich für die Angehörige der 'besten' Kultur und begegnen allem Fremden mit einer freundlichen Neugierde, nehmen es jedoch meistens nicht ernst. Im eigenen Staat sehen sich zwar alle als Angehörige derselben Gruppe und als Erben des legendären Thera, jedoch hat jede Region die Bestrebung, dieses Erbe unter der lokalen Flagge anzutreten. Der Regent des Reiches, der sogenannte Chuuth, behauptet jedoch vom Geschlecht der duarischen Iliaren abzustammen, die schon Thera regierten, und in Jahrhunderten voller Einigungskriege hat er diese Behauptung durch militärische Macht sichern können.

 

Unter dem Chuuth jedoch ist amaThera ein komplexes Konstrukt voller Ämter und Beauftragter, deren Zuständigkeiten sich oft überschneiden und in dem überregionale und regionale Organisationen permanent eher gegeneinander als miteinander arbeiten.

Einleitung

amaThera ist mit Abstand der Teil der Sphäre, mit dem ich mich am eingehendsten beschäftigt habe. Das hat zahllose unnütze Details wie Modegeschichte, den indigenen Begriff für Coolness und zahllose Sekten, Orden und Ämter ergeben, die in regelmäßigen Abständen immer weiter ergänzt werden. amaThera soll so etwas wie eine alternative Moderne sein, der Staat ist in der Industrialisierung begriffen, geht aber philosophisch und technisch ganz andere Wege als Europa in unserer Welt. In letzter Zeit sind noch andere Ideen hinzugekommen, die Phänomene wie Terrorismus und staatlich festgelegte Diskriminierung aller Minderheiten behandeln und amaThera auch weit weniger nette Facetten verpasst haben.

 

Aber in erster Linie ist amaThera mein wichtigstes Kind im ganzen Lemna-Projekt und ich begeistere mich für noch so dumme Einzelheiten und eigentlich alles, was ich an Input von anderen Quellen bekomme, findet dort über kurz oder lang ein Echo. Es ist eine Art fortlaufender Kommentar zur realen Welt wie sie mit tagtäglich begegnet und zugleich ein Versuch, alles immer ein bisschen anders zu machen. Auf jeden Fall sind mir die amaTheraner trotz aller ihrer Fehler und unschönen Seiten grundsympathisch in ihrer Begeisterung für Literatur und Sprache und ihrer pragmatischen und toleranten Religiösität. Müsste ich mir irgendeinen Ort auf der Sphäre als zu Hause aussuchen läge er mit größter Wahrscheinlichkeit in amaThera.

 

Die Darstellung im Rahmen der Seite ist zunächst extrem verkürzt, aber ich schätze auf Dauer werden immer mehr Details ihren Weg hierher finden. Denn amaThera macht süchtig - zumindestens mich.