Cojocalawpeh

Wörtlich 'die goldenen Menschen', ein Staat auf Achurca, der hart mit dem Erhalt einer Städtekultur im tropischen Regenwald zu kämpfen hat. Cojocalawpeh sehen die ganze Welt als ihren rechtmäßigen Besitz und führen nahezu kontinuierlich Krieg, um diesen Anspruch auch umzusetzen. Mittlerweile hat sich der Staat zahllose andere ethnische Gruppen einverleibt oder als Vasallenstaaten angenommen.

 

Das Herrschaftssystem ist eine Triarchie, die einen zivilen, einen spirituellen und einen militärischen Herrscher kennt, die zusammenarbeiten und häufig untereinander Schwestern verheiraten um sich enger aneinander zu binden. Den vierten Machtfaktor stellen die auch weit über die Grenzen hinaus bekannten Wandererfamilien, die sich selbst als bemalte und maskierte Kunstfiguren inszenieren.

Einleitung

Mit den Cojocalawpeh wollte ich eine Kultur entwerfen, die einen fremdartigen und fast abstoßenden Charme haben sollte. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf den Wanderern, die hier alles tun, um ihren Verlust an Menschlichkeit zu übertünchen. Das tun sie, indem sie sich selbst zur Kunstfigur machen. Alle von ihnen bemalen ihre Gesichter, entfernen sich verändernde Körperteile und die Ältesten unter ihnen verlassen ihre Häuser nicht ohne von Kopf bis Fuß in Stoff eingenäht zu werden.

 

Sie sollen ein bisschen gruselig sein und nicht ganz leicht verständlich, dabei aber sehr lebendig, bunt und stinkend. Immerhin leben sie in den Tropen und düngen mit Fledermausguano - aber tatsächlich ist der Eindruck von stickiger, mit allerlei scharfen und unangenehmen Gerüchen angereicherter Luft ein fester Bestandteil vom 'Cojocalawpeh-Feeling'.