Gatwana

Angesiedelt an der westlichen Landbrücke zwischen Aithwa und Nunuka gelten die Gatwana als eine der reichsten und wichtigsten Handelsnationen des Doppelkontinentes. Außer für ihren sprichwörtlichen Reichtum sind sie auch für ihre Begeisterung für Musik und Tanz sowie für ihre überraschend pragmatische Religiösität bekannt.

Einleitung

Die Gatwana erblickten das Licht der imaginären Welt mit einer schamlosen Kopie einer Passage aus dem großen Vorwort zum Buch der Lieder, einem chinesischen Klassiker. Sehr frei zitiert steht dort: "Wenn dich etwas anrührt, so fasse es in Worte und wenn Worte nicht reichen, dann singe, und wenn auch das nicht ausreicht, so steh auf und tanze."

 

Das war der Ausgangspunkt: eine Gesellschaft, in der der spontane Ausdruck von Gefühlen nicht nur akzeptiert sondern hoch geschätzt ist. Die Gatwana sollen für ihre Mitmenschen äußerst irritierend sein in ihrer permanenten emotionalen Offenheit und Begeisterung. Dazu kam dann ein etwas seltsames religiöses Konzept: die Gatwana kennen kein festes Pantheon, sondern nur ein Set von Positionen. Welche Götter die jeweils ausfüllen entscheidet sich nach einem komplexen Prozess, der Weissagungen, Tempelspenden und charismatische Kirchensprecher enthält und hat durchaus auch Auswirkungen auf die Politik und Gesellschaft der Gatwana. Kurioserweise haben mittlerweile jedoch längst nicht nur indigen gatwanische Götter solche 'himmlischen Ämter' inne sondern auch Wesenheiten aus der Glaubenswelt anderer Staaten und Gesellschaften. Sogar die göttlichen Zwillinge der Kir haben zuweilen Posten innegehabt, was bei den Botschaftern Doshtranakhis für einige Verwirrung gesorgt hat.

 

Größtenteils haben die Gatwana keine andere Rolle als nur eine Abrundung für Aithwa darzustellen und einen ersten Blick nach Nunuka zu ermöglichen, aber das machen sie recht gut.