Gyoun-Ya

Das Reich von Gyoun ist ein ehemaliger Staat auf dem Kontinent Zilin, der offiziell jedoch inzwischen zum Szaban-Ya gehört. Er gilt als einer der ältesten Staaten des Kontinentes und war Jahrhunderte die leitende Kultur für den Norden und Osten Zilins, mittlerweile hat die Region jedoch stark an Bedeutung verloren, wenn auch Gyoun weiterhin als 'Wiege der Kultur' gilt und zumindestens dafür geachtet wird.

 

Eher gefürchtet und geachtet war Gyoun auch für den Berufsstand der Szivan, was soviel wie 'dem Wind gleich' bedeutet, einer kleinen Gruppe von Agenten, speziell Attentätern, die sich dem Staat Gyoun als Idee und keinem Staatsoberhaupt als Person verpflichtet sahen. Nachdem ein Szivan Gyoun an den Herrscher vom Szaban-Ya verriet und es somit seine Unabhängigkeit verlieren ließ ist die Ausbildung neuer Szivan allerdings verboten und somit stirbt die fragwürdige Zunft aus.

Einleitung

Die Gyouni sind ein gutes Stück älter als Lemna und ursprünglich Teil einer nie fertig gewordenen Geschichte, in der ich ein paar Fantasy-Klassiker hatte altern lassen. Eine dramatische Geschichte mit einem großen Krieg, vom Schicksal vorherbestimmten Gegnern, einer Frau, die sich als männlicher Soldat ausgab, und einem Attentäter, der den umzubringenden Herrscher stattdessen unterstützte war schon lange vorbei und alle Beteiligten hatten mit den Ergebnissen ihrer Entscheidungen weiterleben müssen, während rings um sie alles, wofür sie die Entscheidungen getroffen hatten, langsam zerfiel. Die Stimmung war melancholisch aber wenigstens ein bisschen hoffnungsvoll und das ist bis heute der Grundtenor für das Gyoun-Ya.

 

Die Menschen dort sind eigentlich sehr verwurzelt in und sehr stolz auf ihre lange Geschichte und ihre führende Rolle in Literatur, Musik und Malerei, verlieren jedoch unter selbsternannten Kleinherrschern immer mehr von diesem Erbe. Dennoch gibt es manche Gyouni, die alles, was es an Gyoun-Ya wert ist erhalten zu werden, mit Entschlossenheit verteidigen. Und die mag ich ausgesprochen.