Bleiche

Bleiche werden Nachkommen von Schneefüchsen und Homo sapiens lemnicus genannt. Grund dafür ist der feine, weiße Pelz, der ihre Haut bedeckt. Anders als ihre spätmenschlichen Väter kennen sie keinen saisonalen Dimorphismus, jedoch eine ausgeprägte Wintermüdigkeit. Ihre Sehnsucht nach Schönheit und spiritueller Erfüllung hat die Bildung von Kirchen und Kulten im Norden Sviyinns stark beeinflusst und bis vor zweihundert Jahren herrschte eine Art Priesterkaste, die rein aus Bleichen bestand, bis sie von der 'Echtmenschen'-Bevölkerung vertrieben wurden.

Visueller Eindruck

Bleiche sind ein gutes Stück größer als die Menschen Sviyinns und erreichen fast die Körpergrößte ihrer Schneefuchs-Väter. Neben ihrer mit einem weißen, dünnen Pelz bedeckten Haut fallen an ihnen vor allem die Augen auf, die permanent mit einem dünnen, farbigen Film überzogen sind. Dies stellt im Grunde eine Fehlentwicklung dar und sollte eigentlich in der Winterform Schneefüchse vor Schneeblindheut schützen, der dauerhafte Zustand bei Bleichen sorgt dafür, dass sie vor allem im Dunkeln schlecht sehen und auch ansonsten alles leicht verschwommener und mit weniger Tiefenschärfe wahrnehmen als Menschen.

 

Die Farbe des Sekrets, das den dünnen Film bildet, kann variieren, ist jedoch meistens dunkel grün oder bläulich, in sehr seltenen Fällen leicht gelblich, jedoch nie fast schwarz wie bei den Schneefüchsen selbst.

 

Die Gliedmaßen der Bleichen sind im Vergleich zu ihrem Köper überproportional lang, die Finger schmal und elegant. Zusammen mit dem grundsätzlich schmalen Köperbau bei der Gesamtgröße wirkt die Figur eines Bleichen zerbrechlich und tatsächlich sind sie weder besonders stark noch können ihre Knochen Belastungen quer zur Längsachse vertragen. Rückenbeschwerden und Gelenkverschleiß sind bei ihnen aufgrund des schlechten Zusammenspiels ihrer unterschiedlichen Erbeinflüsse recht häufig und viele von ihnen gehen im Alter sehr gebückt, die meisten bewegen sich jedoch schon in jungen Jahren vorsichtig und bedacht.

 

Am Kopf geht der weiße Pelz in Haupthaar über, das etwas feiner und dünner ist als das von Menschen, aber keine natürliche Wachstumsgrenze besitzt. Da die Bleichen keinen Fellwechsel wie die Schneefüchse kennen, erreichen die Haare durchaus dieselbe Länge wie ihr Körper.