Welthistorisches

Eine Welthistorie ist eine ziemlich umfangreiche Sache - ich versuche mich dennoch, kurz zu fassen. Wer mehr wissen will, kann für jede der Epochen noch längere Texte anklicken und durchstöbern.

Grobsteinzeit

Die Grobsteinzeit umfasst einen extrem langen Zeitrahmen, vom Auftreten des ersten Menschen (ca. auf 1,4 Mio. Jahre vor heute datiert) bis hin zum Auftreten erster Feinklingeninstrumente.

 

Benannt ist diese Phase nach der vorherrschenden Technik: den Grobsteinen. Aus verschiedenen Materialien - Flint aber auch andersartigen Geröllsteinen, werden einfache aber effektive Werkzeuge mit durch Schlag zugerichteten Klingen hergestellt. Die Menschen sind nicht sesshaft, sondern ziehen je nach Region in unterschiedlich umfangreichen Wanderungen umher oder wechseln zumindestens saisonal ihren Aufenthaltsort. Die Ernährung basiert auf Jagd, Fischfang und dem Einsammeln verschiedenster wilder Pflanzen und Pilze.

Feinklingenzeit

Die Feinklingenzeit beginnt je nach Kontinent zwischen 15 000 und 11 000 Jahren vor heute und endet ungefähr zwischen 11 000 bis 10 000 Jahren vor heute (wo sie früher einsetzt, endet sie auch früher, wenn auch der Abstand zwischen den Regionen beim Ende der Feinklingenzeit geringer ist als bei ihrem Anfangsdatum).

 

Benannt ist sie nach einer neuen Technik, der Herstellung sehr feiner und kleiner Klingen aus Flint, die in Holzhandhaben eingesetzt werden und sehr viel präziser verwendet werden können als die Grobsteinwerkzeuge der vorangegangenen Epoche.

 

In manchen Regionen entwickelt sich auch die Technik, Werkzeuge nicht durch Schlagen aus Gestein herzustellen, sondern durch Schleifen mit Pasten aus verschieden gekörntem Felsabrieb und Pflanzensäften. Die Ergebnisse sind elaborat gearbeitete Klingen aus Jadeit und Jadeitit.

Töpferzeit

In der Töpferzeit, die am frühesten auf Aithwa um 11 000 vor heute einsetzt, entwickelt die Menschheit die Technik, Ton zu brennen und so leichte und haltbare Gefäße herzustellen. Sie endet ungefähr um 7 000 vor heute mit der einsetzenden Bearbeitung von Kupfer.

 

Zunächst sind alle Tonwaren oxidierend gebrannt, aber auf Aithwa wird vergleichsweise früh auch reduzierender Brand entwickelt und das Spektrum möglicher Farbtöne und Wareneigenschaften erhöht. Rasch wird Keramik für alle Bereiche des Lebens verwendet, profane wie kultische, und es bildet sich Hand in Hand mit der technologischen Entwicklung eine erste Sesshaftigkeit des Menschen heraus. Spezialisten lassen sich nieder, um Keramik herzustellen, und um ihre Werkstätten entstehen zwar nicht dauerhafte, doch sehr regelmäßig genutzte Lager.

 

Zugleich beginnen die Menschen mit der ersten Landschaftspflege zur Ernährung. Es wird zwar noch kein Ackerbau betrieben, aber offenbar gezielt gesäht und ausgewählt, was in der Nähe der Lagerplätze und an den Hauptwanderruten an nützlichen Pflanzen gern gesehen ist. So verbreiten sich zum Beispiel auf Selwe nahezu schlagartig die Kriechnussarten.

 

Zum Ende der Töpferzeit finden sich dann erste feste Siedlungen in Regionen, in denen das Klima so günstig ist, dass auch mit einer festen Ausgangsstation durch Jagd und Sammeln eine bestimmte Population von Menschen ernährt werden kann. Die Landschaftspflege entwickelt sich weiter, Bodenbearbeitung kommt jedoch nur in Aithwa auf.

Kupferzeit

Die Kupferzeit oder auch Städtezeit ist zugleich die Geburtsstunde der ersten Metallverarbeitung auf Basis von Erzen und der stadtähnlichen Ansiedlung mit Ackerbau.

 

Auf Aithwa finden sich um 7 000 vor heute die ersten größeren Siedlungen, in deren Umfeld gezielt Wasser umgelenkt und der Boden bearbeitet und bewirtschaftet wurde. Die ersten Sauergräser werden als Getreidequellen kultiviert, das Rind und Capriden werden domestiziert.

 

Mit der Entdeckung, dass durch die Zufuhr von Hitze aus Kupfererz das reine Metall gewonnen werden kann, entwickeln sich neue Werkzeuge, Waffen und Schmuckformen.

 

Kurioserweise wird jedoch praktisch keine Bronze hergestellt, möglicherweise auch wegen den wenigen leicht zugänglichen Zinnvorkommen, die meist auch ganze Kontinente von den Kupferlagerstätten entfernt sind. Messing wird allerdings hergestellt, jedoch vor allem für die Edelausführung einfacher Gebrauchsgegenstände wie Lampen.

Eisenzeit

Auf Achurca wird 5 000 Jahre vor heute das erste Eisen aus Erz hergestellt, es folgen Zilin, Selwe und dann Aithwa, Nunuka und Sviyinn (Die Entwicklung auf dem siebten Kontinent Linye läuft ohnehin etwas anders ab als im Rest der Welt, doch darauf wird im Artikel über den Kontinent selber eingegangen).

 

Der neue Werkstoff ermöglicht neue Techniken, um 3 500 vor heute wird der erste Stahl in Selwe hergestellt und damit endgültig der Weg für die Neuzeit ermöglicht.

 

Mittlerweile haben sich auf allen Kontinenten Städte herausgebildet und dank seiner guten Seehandelswege zu fünf anderen Kontinenten wird der Süden Selwes zu einem zentralen Umschlagplatz für nahezu die ganze Welt.

Theranische Zeit

3017 Jahre vor heute wird die Stadt Thera gegründet. Sie liegt auf einem aktiven Vulkan, der jedoch zu dem Zeitpunkt schon seit Menschengedenken außer gelegentlichen leichten Erdbewegungen und austretenden Gasen keine Gefahr dargestellt hat.

 

Die Stadt wird jedoch 2867 vor heute vom sich ausbreitenden Reich der duarischen Iliaren, eines südselwe'schen Geschlechtes, annektiert und in Folge zur Hauptstadt erklärt. Als Zentrum des Seehandels bietet sie eine perfekte Basis für eine Kampagne von Annexionskriegen, die bald große Teile Selwes unter die Kontrolle Theras bringt. Im folgenden Jahrtausend breitet sich der Machtbereich nahezu unaufhaltsam aus, auf Zilin, Aithwa und Sviyinn werden Kolonien gegründet oder bestehende Staaten erobert, Achurca, Nunuka und das den Theranern nur durch Gerüchte bekannte Linye werden zumindestens in Urkunden ebenfalls zum Besitz der duarischen Iliaren gerechnet.

Zeit des Zorns

2003 Jahre vor heute bricht der unter Thera befindliche Vulkan aus und zerstört die Stadt. Die unterhalb liegende große Magmakammer liefert Energie und Material für eine schier endlose Katastrophe. Die ausgelösten Tsunamis wandern um den ganzen Planeten und allein Linye bleibt von den Auswirkungen praktisch verschont. Besonders schwer trifft es Selwe und Aithwa, wo zahllose Städte zerstört werden und unzählbare Massen von Menschen ertrinken oder an der Folge der Überschwemmungen sterben.

 

Die in die oberen Atmosphäreschichten eingetragene Asche und feinste Gesteinspartikel dimmen das Licht und der gesamte Planet tritt für mehrere Jahrhunderte in ein Klimapessimum ein. Überall brechen Hochkulturen zusammen, werden interkontinentale Beziehungen abgebrochen.

Neuzeit

Mit der Neugründung der ehemals weltbekannten Städte Aithwas und einem ersten Klimaaufschwung endet im fünften Jahrhundert nach der Vernichtung Theras, der Zeitenwende, die Zeit des Zorns.

 

Die folgende Epoche bis heute wird als Neuzeit bezeichnet und wird vor allem vom erneuten Erstarken Selwes und des theranischen Nachfolgereiches amaThera geprägt, aber auch auf anderen Kontinenten haben nun verschiedenste Kulturkreise die Gelegenheit, zur Weltmacht zu werden.

 

In den letzten drei Jahrhunderten gab es schließlich weltweit einen Schub an neuen Techniken: die bereits in Thera schon weit entwickelte Mechanik macht in Selwe einen Sprung und der Einsatz von Wind- und Wasserkraft sowie von Druckluft macht gänzlich neue Verarbeitungsansätze verschiedenster Rohstoffe möglich. Auf Nunuka entwickeln die Pentchaka die ersten Dampfmaschinen, auf Sviyinn werden auf Basis von pikrinsäurehaltigen Harzen hochwirksame Sprengstoffe hergestellt und in Achurca wird zumindestens zur Unterhaltung von Potentaten mit Elektrizität gearbeitet.

 

Eine industrielle Revolution hat in vielen Teilen der Welt begonnen und vermutlich wird in Zukunft die jetzige Epoche noch einen anderen Namen tragen, derzeit befindet man sich aber im übergreifenden Selbstverständnis noch in der Neuzeit.